
Kehrt Tempo 30 auf dem Mittleren Ring zurück?
n-tv
Nach einem Gerichtsbeschluss soll auf der Landshuter Allee wieder Tempo 30 gelten. Was das für Autofahrer und Anwohner bedeutet und wie die Stadt darauf reagiert.
Nach einem Gerichtsbeschluss soll auf der Landshuter Allee wieder Tempo 30 gelten. Was das für Autofahrer und Anwohner bedeutet und wie die Stadt darauf reagiert.
München (dpa/lby) - Erst Tempo 30, dann wieder Tempo 50 und nun zurück zu Tempo 30? Wer am Mittleren Ring an der Landshuter Allee in München unterwegs ist, sollte gut auf die Schilder achten. Denn das Verwaltungsgericht München hat auf dem vielbefahrenen Abschnitt eine Rückkehr zur Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern angeordnet, die Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erst Mitte Januar gekippt hatte. Wie kam es dazu und worum geht es in der Debatte?
Der Mittlere Ring ist eine vielbefahrene Strecke rund um Münchens Innenstadt. Für Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das viel Lärm und eine Belastung mit Schadstoffen durch Autoabgase wie Stickstoffdioxid. Jahrelang wurden dort entsprechende Grenzwerte überschritten. Die Stadt wollte das bereits geltende Fahrverbot für Dieselautos der Abgasnorm Euro 4 nicht auf viele weitere Fahrzeuge mit der Norm Euro 5 ausweiten. Stattdessen ordnete sie im Juni 2024 Tempo 30 für den Abschnitt an.
Der Effekt war positiv. Die Luft sei spürbar sauberer geworden, bilanzierte Reiter im Januar. Zudem sei die Prognose gut: Auch bei Tempo 50 würden die gesetzlichen Grenzwerte für Schadstoffe in diesem Jahr unterschritten. Reiter ordnete deshalb Mitte Januar erneut einen Schildertausch an: wieder Tempo 50 statt 30.
Mehrere Wochen vor der Kommunalwahl am 8. März eine gute Nachricht also vor allem für die Autofahrerinnen und Autofahrer, bei denen die langsamere Fahrt auf der wichtigen Hauptverkehrsroute für Frust gesorgt hatte. Doch nun gab es Gegenwind vom Verwaltungsgericht für den amtierenden Oberbürgermeister, der erneut für die SPD antritt. Die Ökologisch-Demokratische Partei nannte den aktuellen Gerichtsbeschluss eine "Watsch'n für den Oberbürgermeister". Als "Wahlkampf-Zuckerl" habe er Tempo 30 kurzerhand aufgehoben, ohne verlässliche und nachvollziehbare Grundlage.

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