
Jess (15) von Kindern fast totgeprügelt – jetzt kämpft sie erst recht um ein Leben als Mädchen
RTL
Weil sie nicht akzeptieren, dass Jess (15) lieber als Mädchen lebt, prügeln Jungen auf das Transgender-Mädchen ein. Sie will sich nicht einschüchtern lassen.
Es ist eine Tat von unbegreiflicher Brutalität: Weil sie nicht akzeptieren, dass Jess (15) lieber als Mädchen lebt, prügeln drei zwölf bis 13 Jahre alte Jungen auf das Transgender-Mädchen ein. Nur knapp überlebt Jess den Angriff am Abend des 25. März in Herne (Nordrhein-Westfalen). Doch die 15-Jährige will sich nicht einschüchtern lassen und fordert mutig, dass die Schläger zur Rechenschaft gezogen werden.
"Ich wünsche mir, dass die Leute dafür bestraft werden, was sie mir angetan haben. Und dass die Leute draußen auch verstehen, was ich sein möchte", sagt Jess. Nur: Die Kinder, die sie so zugerichtet haben, sind noch gar nicht strafmündig.
Sogar die Polizei ist erschüttert von dem, was an jenem Freitagabend in Herne geschah: Jess ist mit den anderen drei Kindern unterwegs, plötzlich eskaliert auf einem Friedhof ein Streit. "Die drei Jüngeren haben den 15-Jährigen angegriffen, mit brachialer Gewalt zu Boden gebracht und auf ihn eingetreten und eingeschlagen", berichtet Jens Artschwager von der Polizei Bochum.
Ein Spaziergänger findet die regungslose Jess und alarmiert die Polizei – die Rettung für die Jugendliche. Sie kommt ins Krankenhaus und muss wegen der lebensgefährlichen Verletzungen in eine Spezialklinik verlegt werden. Nach mehreren Tagen im Koma stabilisiert sich ihr Zustand.
Jess' Mutter Nicole ist zum ersten Mal an dem Ort, an dem sich die Horror-Tat ereignete. "Ich bin extrem ergriffen, was mein Kind da durchgemacht haben muss", sagt sie. "Welche Schmerzen sie erlitten haben muss, wie sie sich gefühlt haben muss, als drei Leute auf sie eingetreten haben."
Als Nicole 2006 einen Jungen zur Welt bringt, nennen sie und ihr damaliger Mann ihn Jason. Schon im Kindergarten entwickelt er eine Vorliebe für pinkfarbene Kleidung und Zöpfe, trägt lieber lange als kurze Haare. Seine Mutter ahnt noch nicht, in welch emotionalem Zwiespalt ihr Kind zu dem Zeitpunkt schon ist.
Sich zu verkleiden, ist für Jason etwas ganz Besonderes. "Ihre Augen haben gestrahlt, wenn sie die Perücke aufhatte oder wenn sie das Kleid anziehen durfte", erinnert sich Nicole. "Sie war glücklich, sie war frei. "
Es folgen qualvolle Jahre für Jason, weil er sich als Mädchen fühlt, aber in seinem Körper gefangen ist. Erst vor einem Jahr vertraut er sich seiner Mutter an und erzählt, wie sehr er leidet. Nicole versteht und unterstützt ihn, und fortan ist ihr Sohn Jason für sie Jess – ein Mädchen.

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