
Iran-Krieg schockt deutsche Chefs: Stimmung stürzt ab!
RTL
Die hohen Kosten für Öl und Gas durch die Blockade der Straße von Hormus werden für viele Unternehmen in Deutschland zum Problem. Das spiegelt sich auch im Ifo-Geschäftsklimaindex wider. Für das in diesem Jahr erhoffte Wirtschaftswachstum sieht es derzeit schlecht aus.
Die hohen Kosten für Öl und Gas durch die Blockade der Straße von Hormus werden für viele Unternehmen in Deutschland zum Problem. Das spiegelt sich auch im Ifo-Geschäftsklimaindex wider. Für das in diesem Jahr erhoffte Wirtschaftswachstum sieht es derzeit schlecht aus. Der Iran-Krieg drückt die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen deutlich. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im März auf 86,4 Punkte, nach 88,4 Zählern im Februar, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Es ist der tiefste Stand seit Februar 2025. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 86,1 Punkte gerechnet. Die Firmen blickten ähnlich skeptisch wie zuletzt auf ihre Lage und bewerteten ihre Aussichten aber spürbar schlechter. „Der Krieg im Iran beendet vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Sebastian Wanke von der Kreditanstalt für Wiederaufbau sieht noch keine dramatische Lage. Er sagte: „Der Aufschwung steckt in der Straße von Hormus fest. Die hohen Öl- und Gaspreise sowie potenzielle Lieferschwierigkeiten spiegeln sich in den stark gesunkenen Geschäftserwartungen wider. Die Lagebeurteilung hält sich noch gut. Das Ifo-Geschäftsklima sieht insgesamt zwar noch passabel aus, und das BIP-Wachstum im ersten Quartal könnte durchaus positiv überraschen. Doch mit jeder Woche, die der Iran-Krieg anhält, wird die Stimmung in der Wirtschaft weiter gedrückt und die Konjunktur wieder ausgebremst.“ Laut Jörg Krämer, Chefvolkswirt bei der Commerzbank, spiegeln sich in den Ifo-Geschäftserwartungen die berechtigten Sorgen der deutschen Unternehmen über den Nahost-Krieg wider. „Wenn der Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus noch ein, zwei Monate anhielten, wäre der wirtschaftliche Schaden für Deutschland deutlich spürbar. Im Übrigen hatte sich der von vielen herbeigesehnte Aufschwung bis kurz vor Ausbruch des Kriegs in den Frühindikatoren noch nicht abgezeichnet, was auch mit der Enttäuschung über das Fehlen tiefgreifender Wirtschaftsreformen zu tun haben dürfte.“













