
Dänemark-Wahl: Drama um Mette Frederiksen – Mehrheit für Koalition fehlt
RTL
Die Sozialdemokraten werden bei der Parlamentswahl in Dänemark zwar stärkste Kraft, das Ergebnis liefert aber keinen Grund zum Jubeln. Regierungschefin Frederiksen will an der Macht bleiben. Ob das klappt, wird wohl von einem alten Bekannten abhängen.
Die Sozialdemokraten werden bei der Parlamentswahl in Dänemark zwar stärkste Kraft, das Ergebnis liefert aber keinen Grund zum Jubeln. Regierungschefin Frederiksen will an der Macht bleiben. Ob das klappt, wird wohl von einem alten Bekannten abhängen. Nach einer nervenaufreibenden Wahlnacht steht Dänemark vor einer schwierigen Regierungsbildung. Die Sozialdemokraten von Regierungschefin Mette Frederiksen wurden zwar mit 21,9 Prozent der Stimmen erneut stärkste Partei, schnitten aber so schlecht ab wie seit Jahrzehnten nicht. Ihre bisherige Drei-Parteien-Koalition der politischen Mitte ist von einer Mehrheit im Parlament weit entfernt. Auch für ein Bündnis aus Frederiksens Sozialdemokraten und mehreren links-grünen Parteien fehlt eine solche Mehrheit nach Auszählung aller im Land abgegebenen Stimmen. „Natürlich ärgere ich mich, dass wir nicht mehr Stimmen bekommen haben“, sagte Frederiksen in ihrer Wahlnachtrede. Trotzdem seien die Sozialdemokraten weiterhin „die mit Abstand beliebteste politische Partei der Dänen“. „Wir haben unter sehr schwierigen Bedingungen die Regierungsverantwortung gehabt“, sagte Frederiksen mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg und andere Krisen. Unter diesen Voraussetzungen sei das Ergebnis „okay“. Mit wem sie künftig regieren will, verriet die 48-Jährige nicht. Die Wahl ergab keine klaren Mehrheitsverhältnisse im Parlament. Klar ist nur: Frederiksens Drei-Parteien-Regierung der politischen Mitte ist faktisch abgewählt. Die Koalition sei „gelinde gesagt“ nie beliebt gewesen, habe aber angesichts vieler Krisen auf der Welt einiges erreicht, sagte Frederiksen. Auch ein Bündnis der Sozialdemokraten mit mehreren links-grünen Parteien verfügt im neu zusammengesetzten Parlament über keine Mehrheit der 179 Sitze.

Schockierende Funksprüche, ein verzweifelter Lotse – und Sekunden später kommt es zur Katastrophe. Bei der Kollision einer Passagiermaschine von Air Canada mit einem Einsatzwagen der Feuerwehr sind auf dem Flughafen LaGuardia in New York der Pilot und der Copilot ums Leben gekommen, 41 Menschen wurden verletzt. Ein Mitschnitt des Funkverkehrs und Videoaufnahmen des Zusammenstoßes sind jetzt öffentlich geworden.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.











