
"Im Krieg kämpfen gerade Buchhalter, Programmierer, Büroarbeiter und Wissenschaftler"
RTL
« Es kämpfen alle. Vom Buchhalter bis zum Wissenschaftler », sagt Pavlo Titko, Leiter der ukrainischen Malteser im RTL-Interview.
Der Krieg in der Ukraine fordert immer mehr Opfer. Bis vor kurzem hatten die ukrainischen Malteser noch ein Büro in der Region Luhansk in der Ost-Ukraine. "Die Beschüsse sind sehr heftig", beschreibt Pavlo Titko, der Leiter der Malteser in der Ukraine die Situation. Erst am Vortag hat die Hilfsorganisation einen Sanitäter verloren. Es kommen auch immer mehr Bekannte und Verwandte hinzu, die eingezogen werden und in die Ost-Ukraine zum Kämpfen geschickt werden. Das sind nicht etwa erprobte Soldaten, sondern normale Menschen mit keinerlei Kampferfahrung, darunter Buchhalter, Programmierer, Büroarbeiter und Wissenschaftler.
"Die Ukraine kann sich gegen die russische Geschosse kaum verteidigen", sagt Pavlo Titko. Täglich muss er auf dem Weg zur Arbeit mit ansehen, wie weitere Grabreihen ausgehoben werden.
Die Schilderungen von Pavlo Titko sehen Sie im Video.
Lese-Tipp: Alle Entwicklungen im Ukraine-Konflikt lesen Sie auch in unserem Live-Ticker.
Selbst wenn man sich entscheidet aus dem Osten des Landes zu fliehen, ist das nicht so einfach. Benzin ist sehr knapp, ebenso wurde viel an Infrastruktur, wie zum Beispiel Zuggleise zerstört. Zudem stehen einige Regionen unter russischer Besatzung.
"Wir haben nur wenig Kontakt in diese Regionen, weil es für die Menschen gefährlich ist. (...) Man befürchtet, dass einfach alles abgehört wird von den Russen." Pavlo Titko vermutet, dass der ukrainische Widerstand in der Ost-Ukraine nicht lange aufrecht erhalten werden kann. Daher bekräftigt der Leiter der ukrainischen Malteser auch nochmal die Wichtigkeit von Waffenlieferungen in diese Region.
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