
Gefahr im Eis: Unerwartete Temperaturanstiege in der Ostantarktis
Frankfurter Rundschau
Eine neue Langzeitstudie deckt ungewöhnliche Entwicklungen in der Ostantarktis auf – mit potenziell weitreichenden Folgen für den Klimawandel.
Die Antarktis ist ein einzigartiger Ort: Sie ist der kälteste, trockenste und windigste Kontinent der Erde. In ihren massiven Eisschilden schlummern 70 Prozent des weltweiten Süßwassers – ein Reservoir, das für das globale Klima und den Meeresspiegel entscheidend ist. Doch trotz jahrzehntelanger Forschung bleiben weite Teile der Antarktis ein Rätsel. Besonders das schwer zugängliche Innere der Ostantarktis galt lange als kaum erfassbar. Eine neue Studie, veröffentlicht in Nature Communications und geleitet von Naoyuki Kurita von der Nagoya University, liefert nun überraschende Erkenntnisse: Die Temperaturen im antarktischen Inland steigen schneller als bisher angenommen.













