
"Die Arbeitszeiten sind auch nach chinesischen Verhältnissen absolut illegal"
n-tv
Zara hat Fast Fashion in den 1990er Jahren etabliert - heute dominiert das chinesische Modeunternehmen Shein den Markt. Die Arbeitsbedingungen sind nicht besser geworden: notdürftige Sicherheitsstandards, eine 75-Stunden-Woche und kaum Lohn dafür. Die Arbeiter zahlen den Preis der Ultra-Fast-Fashion-Mode made in China.
Zara hat Fast Fashion in den 1990er Jahren etabliert - heute dominiert das chinesische Modeunternehmen Shein den Markt. Die Arbeitsbedingungen sind nicht besser geworden: notdürftige Sicherheitsstandards, eine 75-Stunden-Woche und kaum Lohn dafür. Die Arbeiter zahlen den Preis der Ultra-Fast-Fashion-Mode made in China.
Beim amerikanischen Super Bowl Anfang Februar gab es gleich mehrere Sensationen: den ersten lateinamerikanischen Headliner bei der Halbzeitshow. Und zum ersten Mal hat ein Künstler auf dem Mega-Event nicht Designermode von Dolce & Gabbana oder eines anderen Luxus-Labels getragen, sondern ein Fast-Fashion-Outfit. Bad Bunny trug Zara. Der puerto-ricanische Superstar hat sich von der spanischen Modekette ein cremefarbenes Ensemble designen lassen.
Zara gehört zum spanischen Konzern Inditex. Das ist einer der Fast-Fashion-Giganten auf dem Markt. Die großen Konkurrenten heißen Shein, H&M und dem Uniqlo-Inhaber Fast Retailing aus Japan.
Ihre steigenden Umsätze zeigen: Die Menschen stehen auf schnelle, billige Mode. Die Marken sind beliebter denn je. Fast Fashion kann es längst mit teuren Bekleidungsmarken aufnehmen. An der Börse ist Inditex das drittwertvollste Bekleidungsunternehmen weltweit. Auf den ersten beiden Plätzen thronen die französischen Luxusmarken LVMH und Hermès. 2024 hat Inditex Kleidung im Wert von 38,6 Milliarden Euro verkauft.
Der erfolgreichste und beliebteste - nur nicht börsennotierte - Anbieter ist aber Shein. Die App des chinesischen Modeunternehmens war 2024 nach Temu die zweitbeliebteste Shopping-App weltweit. 2023 haben bei Shein knapp 90 Millionen Menschen eingekauft, 14 Millionen mehr als im Jahr davor.













