
Der Rucksack mit den Folterwerkzeugen war schon gepackt. Dann schnappte die Falle zu
Die Welt
Ein Mann klingelt an der Haustür. Er wird eingelassen, später tötet er alle vier Bewohner. Gerichtsreporterin Christine Brand erinnert sich an ihren spektakulärsten Fall - und enthüllt den Trick, mit dem die Ermittler den Mörder doch noch überführten.
Es ist einer der spektakulärsten Fälle in der Schweizer Kriminalgeschichte: Ein 33-Jähriger verschafft sich am Morgen des 21. Dezember 2015 Zutritt ins Haus einer Familie in Rupperswil (Kanton Aargau). Die Bewohner - eine Mutter, 48, mit ihren beiden Söhnen, 13 und 19 Jahre alt, dazu die Freundin (21) des älteren Sohnes - nimmt er als Geiseln. Dann quält und missbraucht er seine Opfer stundenlang und tötet schließlich alle vier.
Anschließend steckt er das Haus in Flammen und flieht, wie die Ermittler später mühsam und nur in Teilen rekonstruieren können. Monatelang aber stand die Polizei vor einem Rätsel: Was ist in dem Haus überhaupt vorgefallen - ein Tötungsdelikt, ein Auftragsmord, ein Raubüberfall oder ein ganz anderes Verbrechen?













