Cold Case Seckin Caglar: Polizei sucht Zeugen von 1991
ZDF
Im Oktober 1991 wurde die 16‑jährige Seckin Caglar in Köln-Poll ermordet. Wie die Polizei den Fall mit Hilfe von Aktenzeichen XY aufklären will.
Im Oktober 1991 verschwand die 16‑jährige Seckin Caglar aus Köln spurlos auf dem Heimweg. Wie die Polizei den Mord nach fast 35 Jahren mit Hilfe von Aktenzeichen XY aufklären will. Seckin Caglar wohnte 1991 mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder in Köln-Poll. Sie arbeitete in einem Supermarkt. Ihr Vater holte sie jeden Abend nach der Schicht an der Straßenbahnhaltestelle Poll-Autobahn ab. Doch am 16. Oktober 1991 kam er ein paar Minuten zu spät. Seckin tauchte auch mit den nächsten Bahnen nicht auf. Die besorgten Eltern informierten die Polizei. Doch erst am folgenden Morgen wurde Seckin gefunden. Ein entfernter Verwandter entdeckte Seckins Leiche unweit der Haltestelle in einem Gebüsch. Die 16-Jährige war vergewaltigt und erdrosselt worden. Die Kölner Kripo richtete eine Mordkommission ein und suchte intensiv nach Zeugen, die an der Haltestelle etwas Verdächtiges beobachtet hatten. Später tauchten im Haus der Eltern insgesamt drei Briefe auf, die offensichtlich von einer Frau geschrieben worden waren. Sie behauptete, vom selben Mann ebenfalls vergewaltigt worden zu sein, und dass sie wisse, wer Seckin ermordet hat. Alle Versuche, Kontakt mit der Briefeschreiberin aufzunehmen, scheiterten. Im Jahr 2011, rund 20 Jahre nach der Tat, gelang es, die Frau zu identifizieren und mit ihr zu sprechen. Dabei stellte sich heraus, dass sie alles nur erfunden hatte. Die scheinbar wichtigste Spur im Mordfall Caglar entpuppte sich damit als Sackgasse. Im Laufe der Jahre gelang es der Kölner Kriminalpolizei, auf sichergestellten Spuren eine Täter-DNA zu isolieren. Die Cold-Case-Abteilung startete daraufhin eine umfangreiche DNA-Reihenuntersuchung. Männer aus dem Umfeld des Tatorts, die damals zur mutmaßlichen Altersgruppe des Täters gehörten, wurden gebeten, freiwillig eine Probe abzugeben.













