
Bundestagswahl: Prognose, Hochrechnung und Sonntagsfrage - was sind die Unterschiede?
RTL
Obwohl noch keine Stimmen ausgezählt sind, ist die Prognose meist sehr genau. Wir erklären, wie die Ergebnisse in den Wahlsendungen zustande kommen.
Es ist ein Ritual in den Wahlsendungen aller TV-Sender: Um 17:59:50 beginnt der Countdown zur Prognose, um Punkt 18:00 Uhr schießen dann die Balken in den einschlägigen Farben aus dem Boden der Diagramme und liefern eine Voraussage über das Wahlergebnis. Nur wenige Minute später flimmern die Reaktionen aus den Parteizentralen über die Bildschirme. Wie viele Stimmen haben CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke und AfD bekommen? Jubel, Trauer, Entsetzen, Fassungslosigkeit, Bestürzung, Staunen, je nachdem was die Balken den entsprechenden Parteien mitteilen. Dabei ist es gerade 18:00 Uhr. Die Wahllokale haben gerade geschlossen, noch nichts ist ausgezählt. Eigentlich ist noch alles offen. Doch die Erfahrung zeigt, dass die Prognose schon ziemlich nah am Ergebnis dran ist – im Gegensatz zu mancher Umfrage im Vorfeld der Wahl. Warum ist das so? Wir erklären, was es mit Sonntagsfrage, Prognose und Hochrechnung auf sich hat. Um diese Prognosen zu erstellen betreiben die Meinungsforschungsinstitute großen Aufwand. In ausgewählten Wahlkreisen, die das deutsche Bevölkerungsbild gut abbilden oder am Wahlergebnis der letzten Wahl sehr nah dran war, werden bis zu 100.000 Wähler nach dem Urnengang zu Ihrer Wahl befragt. Zum Vergleich: Im Rahmen des Deutschlandtrends befragt Infratest dimap nur bis zu 1.500 Wahlberechtigte. Zum Politbarometer Februar 2021 standen der Forschungsgruppe Wahlen 1.202 Wahlberechtigte Rede und Antwort. Zusätzlich werden die Befragten gebeten, Angaben über ihren persönlichen Hintergrund zu machen. Die Forschungsgruppe Wahlen zum Beispiel gibt auf ihrer Internetseite an, dass sie zusätzlich "eine Reihe sozialstruktureller Merkmale, wie z.B. Alter, Geschlecht, Bildung, Erwerbsstatus oder Konfession" abfragt. Die Mitarbeiter, die an den verschiedenen Wahllokalen im Einsatz sind, geben die Ergebnisse direkt an die Meinungsforschungsinstitute weiter.
Die Grünen haben in München zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt die Rathausspitze erobert. In der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt setzte sich der erst 35 Jahre alte Kandidat Dominik Krause laut vorläufigem Ergebnis mit 56,4 Prozent der Stimmen gegen den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter (67, SPD) durch.

Mehrere tausend Menschen haben in Berlin an einer Demonstration „Gegen sexualisierte digitale Gewalt - Solidarität mit allen Opfern” teilgenommen. Sie versammelten sich am Nachmittag am Brandenburger Tor auf dem vollständig gefüllten Pariser Platz. Auf Plakaten stand: „Menschenrechte auch im Internet” und „Die Scham muss die Seiten wechseln”. Die Polizei sprach von 6700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Veranstalter von 13.000 Menschen.

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist die CDU nach ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF stärkste Kraft geworden. Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Alexander Schweitzer erleiden schwere Verluste und landen auf Platz zwei vor der AfD, die ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Wahl 2021 mehr als verdoppeln kann.










