
Mordversuch an Tochter: Acht Jahre Haft für Vater
n-tv
Ein Mann soll versucht haben, seine dreijährige Tochter mit Mäusegift zu töten. War es Heimtücke? Vor dem Landgericht Landshut ist das Urteil gesprochen worden.
Ein Mann soll versucht haben, seine dreijährige Tochter mit Mäusegift zu töten. War es Heimtücke? Vor dem Landgericht Landshut ist das Urteil gesprochen worden.
Landshut (dpa/lby) - Ein Vater ist vor dem Landgericht Landshut für den Mordversuch an seiner kleinen Tochter zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Kammer sprach ihn in dem Indizienprozess zudem der gefährlichen Körperverletzung und der Misshandlung Schutzbefohlener schuldig. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine neunjährige Haftstrafe sowie den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung gefordert. Der Ankläger ging von Heimtücke und Habgier aus. Die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert.
Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte seiner Tochter im Dezember 2024 eine selbst gefertigte, mit Mäusegift gefüllte Plombe aus Frischhaltefolie zum Schlucken gab. Wichtigstes Indiz sei die DNA-Spur des Mannes im Inneren der Plombe. Zudem habe sich in der Folie genau die für ein Kind in dem Alter passende Dosis Gift befunden.
Auch Aussagen des Kindes seien plausibel. So habe die Dreijährige etwa einer Erzieherin von sich aus erzählt, dass ihr der Vater etwas in den Mund getan habe und sie dann in das Krankenhaus gekommen sei.













