
Bodö glimmt
Süddeutsche Zeitung
Der nördlich des Polarkreises beheimatete Klub Bodö/Glimt schickt sich an, ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Der Erfolg fußt auf dem mörderischen Offensivstil des Trainers – und den Tricks eines früheren Kampfjetpiloten.
Auch Neofaschisten können lustige Neologismen schöpfen, zum Beispiel: der ehemalige Fußballer Paolo Di Canio. Vor ein paar Jahren saß der Held der einschlägig verrufenen Fans von Lazio Rom in einem TV-Studio und höhnte über die AS Roma, weil sie gerade mit 1:6 verprügelt worden war. Von „salmonari!!!“, wie er voller Pathos und Zorn rief, er meinte die Fußballer von Bodö/Glimt. Es lag so viel Verachtung und römischer Slang in der Stimme Di Canios, dass im Grunde egal war, was er genau meinte, denn das Wort „salmonari“ ist im Wörterbuch Italiens unbekannt. Was er vermutlich meinte: Arbeiter der Lachsindustrie, oder Fischer, denn Bodö liegt am Meer.













