
Baubranche geht von weniger als 200.000 neuen Wohnungen aus
n-tv
Baubranche und Bauministerin sind sich einig: Für mehr neue Wohnungen müssen Standards und damit Kosten gesenkt werden. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg zu gehen. In diesem Jahr wird die Bilanz wohl besonders mau ausfallen.
Baubranche und Bauministerin sind sich einig: Für mehr neue Wohnungen müssen Standards und damit Kosten gesenkt werden. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg zu gehen. In diesem Jahr wird die Bilanz wohl besonders mau ausfallen.
In Deutschland werden nach Schätzung der Baubranche dieses Jahr weniger als 200.000 neue Wohnungen fertig - nur die Hälfte des angenommenen Bedarfs und gut 100.000 Einheiten weniger als noch 2020. Dies erklärten Branchenvertreter beim Wohnungsbau-Tag in Berlin. Der Iran-Krieg berge neue Risiken mit steigenden Kosten für Baustoffe und Zinsen. Als Lösung sieht die Branche billigeres Bauen mit vereinfachten Standards - den sogenannten "Gebäude-Typ E", den auch Bauministerin Verena Hubertz in Planung hat.
Weil es zu wenig neues Angebot gebe, sei der Wohnungsmarkt eingefroren: "Wer umzieht, hat verloren", erklärte das Bündnis von sieben Verbänden und Gewerkschaften, die den Wohnungsbau-Tag organisieren. Auch wer im Alter statt einer großen eine kleinere Wohnung wolle, zahle drauf.
Familien mit Kindern fänden hingegen keine ausreichend große Bleibe. "Fast jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in einer zu kleinen Wohnung auf", heißt es in einer Studie, die zum Wohnungsbau-Tag vorgestellt wurde. Insgesamt hätten 9,9 Millionen Menschen nach EU-Definition zu wenig Platz in ihrem Zuhause.
"Der Druck auf dem Wohnungsmarkt wird hoch bleiben", erklärte Arnt von Bodelschwingh vom Forschungsinstitut Regiokontext zu den Ergebnissen der Studie. "Vielen neuen Haushalten werden gar keine Wohnungen mehr angeboten werden können."













