
Autozulieferer ZF verkauft Antriebssparte nicht
n-tv
Deutschlands zweitgrößter Autozulieferer ZF steckt tief in der Schuldenkrise. Von seiner Antriebssparte "Division E" trennen möchte sich das Friedrichshafener Unternehmen nicht mehr. Allerdings sind Sparmaßnahmen beschlossen. Tausende Angestellte sind davon betroffen.
Der Verkauf der Antriebssparte "Division E" beim hoch verschuldeten Autozulieferer ZF Friedrichshafen im Zuge der Sanierung ist kein Thema mehr. Das teilte das Unternehmen nach einer Einigung auf ein Bündnis für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung mit dem Gesamtbetriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall mit. Eine Ausgliederung der Division werde nicht mehr angestrebt. Stattdessen solle in der Kernsparte des zweitgrößten deutschen Autozulieferers die Wettbewerbsfähigkeit der Bestandsprodukte mit einem Umbau aus eigener Kraft wiederhergestellt werden.
Zugleich sollten aber Partnerschaften für bestimmte Bereiche der Elektromobilität geprüft werden. Management und Arbeitnehmer einigten sich auf umfassende Sparmaßnahmen, die zu Kosteneinsparungen von mehr als 500 Millionen Euro bis 2027 führen sollen. Bei der "Division E", die nicht nur elektrische, sondern auch hybride Antriebe und Verbrenner entwickelt und produziert, wird bis 2030 der Abbau von 7600 Arbeitsplätzen erwartet. Ein Sprecher betonte, dass dies kein zusätzlicher Jobabbau zu den bis Ende 2028 kommunizierten bis zu 14.000 Stellen sei. Betriebsbedingte Kündigungen sollten in der Kernsparte nach wie vor vermieden werden. Es wird weiter unter anderem auf Altersteilzeit, Abfindungen und Vorruhestand gesetzt.
