
ANA-Maschine fliegt 14 Stunden von Tokio nach Tokio
n-tv
151 Passagiere wollen mit All Nippon Airways von Tokio nach Frankfurt fliegen. Wie geplant, startet die Maschine in der japanischen Hauptstadt - doch nach sechs Stunden Flugzeit legt sie plötzlich eine 180-Grad-Wendung hin und kehrt zu ihrem Ausgangsflughafen zurück.
151 Passagiere wollen mit All Nippon Airways von Tokio nach Frankfurt fliegen. Wie geplant, startet die Maschine in der japanischen Hauptstadt - doch nach sechs Stunden Flugzeit legt sie plötzlich eine 180-Grad-Wendung hin und kehrt zu ihrem Ausgangsflughafen zurück.
Rund 10.000 in der Luft zurückgelegte Kilometer, etwa 14 Stunden Flugzeit - und 151 Passagiere waren wieder genau dort, wo ihre Reise begann. Ihr All Nippon Airways-Flug (ANA) sollte eigentlich von Tokio nach Frankfurt gehen. Stattdessen machte die Maschine auf dem halben Weg nach Deutschland kehrt und landete erneut in der japanischen Hauptstadt, wie japanische Medien berichten. Die Reise von Tokio nach Tokio kostete Passagiere und Besatzung Zeit und Nerven, verletzt wurde jedoch niemand.
Der Boeing 787-9 Dreamliner hob wie geplant am vergangenen Dienstag um 10.55 Uhr am Flughafen Tokio-Haneda ab und startete gen Westen. In der Regel dauert der Flug von Japan nach Deutschland knapp 14 Stunden. Nach rund sechs Stunden, als sich die Maschine nahe Alaska über der Arktis befand, zeigten die Cockpit-Instrumente einen niedrigen Öldruck an, hieß es in dem Bericht. Demnach handelte es sich zu keinem Zeitpunkt um einen Notfall - trotzdem entschied sich der Flugkapitän dazu, die Reise nach Frankfurt abzubrechen.
Die Fluggesellschaft selbst äußerte sich noch nicht umfassend. Als Grund für die Rückkehr gab sie "Wartungsarbeiten am Flugzeug an", berichtete die "Bild"-Zeitung. Tatsächlich unterstreicht der Vorfall ein zentrales Prinzip der Luftfahrt, wie das Branchenmagazin "Travel and Tour World" deutlich macht: Betriebssicherheit hat Vorrang vor Pünktlichkeit. Dazu gehören nicht nur technische Probleme, bei denen Notfälle befürchtet werden, sondern auch effiziente Wartungsarbeiten.
Nun hätte sich der Flugkapitän in diesem Fall auch für einen näher gelegenen Flughafen entscheiden können. Die Boeing hatte immerhin schon die Hälfte der Reise hinter sich gebracht, eine Sicherheitslandung in Kanada oder Alaska erscheint geografisch deutlich sinnvoller als der lange Rückflug nach Tokio.













