
„Wir sind niemandes Marionetten“
Süddeutsche Zeitung
Der serbische Präsident Aleksandar Vučić spricht über die jüngsten Spannungen mit dem langjährigen Partner Russland, seine Vorstellungen von einem Teil-Beitritt zur EU und den Umgang mit Studentenprotesten im eigenen Land.
Seit 2017 ist Aleksandar Vučić, 56, Präsident Serbiens, mehrere Jahre war er zudem Vorsitzender der von ihm mitgegründeten Serbischen Fortschrittspartei (SNS). Zuvor war er auch schon Verteidigungsminister und Ministerpräsident. Kritiker werfen ihm eine zunehmend autokratische Herrschaft vor, die Organisation Freedom House stuft Serbien als „teilweise frei“ ein. Immer wieder erschüttern große Demonstrationen das Land, Protestierende berichten von Gewalt durch Sicherheitskräfte, Vučić weist die Vorwürfe zurück. Als er die SZ an seinem Amtssitz zum Interview empfängt, ist es auf den Straßen weitgehend ruhig. Allerdings schürt der Iran-Krieg nun neue Sorgen um die ohnehin angespannte Öl- und Gasversorgung des Landes.













