
Édouard Louis: „Der Absturz“ – Über den Toten wenig Gutes
Frankfurter Rundschau
„Der Absturz“: Édouard Louis schließt seinen Familienzyklus mit einem Buch über den älteren Bruder ab.
Der französische Autor Édouard Louis schließt den autobiografischen Zyklus über seine Familie jetzt recht heftig ab. Seit dem Band „Das Ende von Eddy“, 2014 im Original, 2015 auf Deutsch, ging es in verschiedenen zeitlichen Schichtungen vor allem um ihn selbst und um seine Eltern. „Der Absturz“ rückt den älteren Halbbruder in den Blick. Als homophober, ständig betrunkener Tunichtgut hat er schon in den Vorgängerbüchern eine Rolle gespielt, prägend für den jungen Édouard Louis, der sich in der französischen Provinz und Arbeiterklasse zu seinem Coming Out als Homosexueller vorarbeiten muss: erst für sich selbst, dann für die anderen.
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