
Zoff um Job für Angehörige – Kostet das Frohnmaier Prozente?
n-tv
Bereicherung, Seilschaften, Vetternwirtschaft? Die AfD steht bundesweit in der Kritik. Das zieht sich bis in den Wahlkampf in Baden-Württemberg.
Bereicherung, Seilschaften, Vetternwirtschaft? Die AfD steht bundesweit in der Kritik. Das zieht sich bis in den Wahlkampf in Baden-Württemberg.
Berlin/Magdeburg (dpa/lsw) - Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen AfD-Funktionäre sorgen innerhalb der Partei für erheblichen Unmut – auch in Baden-Württemberg. Spitzenvertreter des Landesverbands distanzieren sich öffentlich von der Beschäftigung von Familienmitgliedern. "Das hat auf jeden ein Geschmäckle", sagt etwa Südwest-Fraktionschef Anton Baron der Deutschen Presse-Agentur. "Ich begrüße das nicht", findet auch Co-Parteichef Emil Sänze.
Derzeit sieht sich die AfD Sachsen-Anhalt mit Vorwürfen der Vetternwirtschaft in den eigenen Reihen konfrontiert. Zuletzt waren dort mehrere Fälle bekanntgeworden, in denen Familienangehörige von AfD-Politikern bei anderen Bundestagsabgeordneten beschäftigt worden sind. So sollen etwa drei Geschwister eines AfD-Spitzenpolitikers bei einer Abgeordneten angestellt sein. AfD-Parteichef Tino Chrupalla hatte zuletzt von einem "Störgefühl" gesprochen. Es handle sich zwar um Verträge, die rechtskräftig und nicht zu beanstanden seien. Aber: "Ein Geschmäckle hat's."
Auch der baden-württembergische AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier muss in dem Zusammenhang Fragen beantworten – und das wenige Wochen vor der Landtagswahl. Denn: Seine Frau arbeitet für den AfD-Bundestagsabgeordneten Johann Martel, wie Frohnmaier selbst bestätigte.
In Baden-Württemberg wird am 8. März der neue Landtag gewählt. Die AfD liegt derzeit in Umfragen bei rund 20 Prozent, hinter CDU und Grünen. Frohnmaier ist auch Vize-Fraktionschef der AfD im Bundestag und enger Vertrauter von Parteichefin Alice Weidel. Er will Ministerpräsident Baden-Württembergs werden, kandidiert aber nicht für den Landtag.













