
Zehn Jahre nach Unglück von Bad Aibling können Rettungskräfte nicht vergessen
n-tv
Es ist ein Bild wie nach einer Explosion, zwei Züge sind kollidiert, Helfer kämpfen gegen die Zeit, zwölf Menschen sterben. Wie der Schock von Bad Aibling nachwirkt - und was daraus zu lernen ist.
Es ist ein Bild wie nach einer Explosion, zwei Züge sind kollidiert, Helfer kämpfen gegen die Zeit, zwölf Menschen sterben. Wie der Schock von Bad Aibling nachwirkt - und was daraus zu lernen ist.
Stille. Nur ein paar Vögel sind zu hören. Und dann: zwei komplett ineinander verkeilte Züge. "Es sah aus, als wäre es ein Zug, der in der Mitte detoniert war", erinnert sich Wolfram Höfler. "Vögel haben gezwitschert, ansonsten völlige Ruhe, kein Schreien - nichts." Die Szenerie hat sich bei ihm eingebrannt.
Der Feuerwehrkommandant war als Einsatzleiter einer der Ersten, die nach dem verheerenden Zugunglück von Bad Aibling am 9. Februar 2016 am Unfallort eintrafen. Mit zwölf Toten und 89 Verletzten war es eines der schwersten Zugunglücke in Deutschland.
Gegen 6.45 Uhr rasen an diesem Faschingsdienstag zwischen Kolbermoor und Bad Aibling im Landkreis Rosenheim zwei Regionalzüge in voller Fahrt aufeinander zu. Die Strecke ist eingleisig - es kommt zu einem Frontalzusammenstoß. Ein Triebwagen wird aus dem Gleis geworfen, der entgegenkommende bohrt sich in einen Waggon des anderen Zuges und schlitzt ihn auf.
Minuten später sind die ersten Helfer vor Ort. Zunächst dürfen sie nicht in die zerstörten Waggons. Die Strecke ist elektrifiziert - Stromschlaggefahr. Dann sieht Höfler Fahrgäste. "Passagiere, die noch mobil waren, haben die Türen aufgedrückt." Der Erste klettert aus dem Zug. Höfler hat nur einen Gedanken: "Gibt es einen Lichtbogen?" Doch nichts geschieht. Eigentlich dürften die Helfer erst nach offizieller Stromabschaltung und Erdung in den Zug. Doch das hätte wertvolle Zeit gekostet.













