
Schweiz verschärft nach Crans-Montana-Unglück Auflagen für Pyrotechnik
n-tv
In der Silvesternacht sterben 41 Menschen in der Bar "Le Constellation". Die Ermittler vermuten, dass die Brandkatastrophe durch Feuerwerksfontänen ausgelöst wurde. Die Schweizer Kantone ziehen nun Konsequenzen.
In der Silvesternacht sterben 41 Menschen in der Bar "Le Constellation". Die Ermittler vermuten, dass die Brandkatastrophe durch Feuerwerksfontänen ausgelöst wurde. Die Schweizer Kantone ziehen nun Konsequenzen.
Nach der Brandkatastrophe in der Silvesternacht im Schweizer Skiort Crans-Montana mit mehr als 40 Toten hat die Schweiz das Zünden von Pyrotechnik in öffentlich zugänglichen Innenräumen verboten. Das landesweite Verbot gelte ab dem 1. April, erklärt das zuständige Interkantonale Organ Technische Handelshemmnisse (IOTH). Die Maßnahme betreffe "die Innenräume von Einrichtungen", sagt Behördenchef Jean-François Steiert. Beim IOTH handelt es sich um das sogenannte Konkordat der Baudirektorinnen und Baudirektoren aller 26 Kantone. In Brandschutzfragen haben alle Kantone ihre Kompetenzen an die Behörde abgetreten, daher gilt das Verbot landesweit.
Die Behörde teilt zudem mit, dass die Frist für die laufende umfassende Überarbeitung der Schweizer Brandschutzbestimmungen um mehr als ein Jahr bis Oktober 2027 verlängert werde. Mit der Überprüfung sollen laut dem Behördenchef Regelungen zur Häufigkeit und Qualität der Inspektionen ergänzt werden. Die Zahl der Brandschutzkontrollen war einer der zentralen Punkte bei den Ermittlungen zu den genauen Umständen des Brandes in Crans-Montana.
In der Bar "Le Constellation" waren in der Silvesternacht 41 Menschen bei dem Brand im Untergeschoss ums Leben gekommen. 115 weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen erlitten schwerste Verbrennungen. Die Ermittler vermuten, dass die Brandkatastrophe durch an Flaschen befestigte Feuerwerksfontänen ausgelöst wurde, die der Decke zu nahe kamen.
Die Ermittler sollen klären, ob die Eigentümer der Bar gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen haben. Die Gemeinde hatte bereits eingeräumt, dass seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar stattgefunden hatten - obwohl diese jedes Jahr vorgeschrieben sind.













