
Italien weint um Jungen mit erfrorenem Spenderherz
n-tv
Sein Schicksal bewegte ganz Italien: Der zweijährige Domenico benötigte dringend ein Spenderherz - doch dieses wurde beim Transport falsch gekühlt und Domenico starb. Jetzt wird er beerdigt, und die Trauer in seiner Heimat ist groß.
Sein Schicksal bewegte ganz Italien: Der zweijährige Domenico benötigte dringend ein Spenderherz - doch dieses wurde beim Transport falsch gekühlt und Domenico starb. Jetzt wird er beerdigt, und die Trauer in seiner Heimat ist groß.
Italien nimmt Abschied von einem kleinen Jungen, der die Transplantation eines kaputten Spenderherzens nicht überlebte. Der Sarg des zweijährigen Domenico wurde im Dom seines Heimatorts Nola bei Neapel aufgebahrt. Die Kirche war innerhalb weniger Minuten praktisch bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter den Trauergästen waren viele Eltern mit kleinen Kindern, die weiße Blumen in der Hand hielten. Zu der Beerdigung am Nachmittag wird auch Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erwartet.
Der tragische Fall hatte das Land wochenlang bewegt. Der kleine Junge, der bereits mit einem schweren Herzfehler zur Welt gekommen war, hatte kurz vor Weihnachten ein Spenderherz transplantiert bekommen. Das Ersatzorgan funktionierte aber nie, weil es beim Transport falsch gekühlt wurde. Domenico starb schließlich am vorvergangenen Wochenende auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Neapel.
Inzwischen wird gegen mehrere Ärzte und Sanitäter ermittelt - sowohl in der süditalienischen Großstadt, wo das Herz transplantiert wurde, als auch in Bozen, wo das Herz einem verstorbenen Jungen entnommen worden war. Beim Transport wurde das Ersatzorgan nicht mit herkömmlichem Eis gekühlt wie üblich, sondern kam mit viel kälterem Trockeneis in Kontakt. Dadurch erfror es buchstäblich.
Trotzdem entschieden sich die Ärzte in Neapel, das Herz zu verpflanzen. Nach Medienberichten wurde sogar versucht, das Organ mit heißem Wasser wieder aufzutauen. Fast zwei Monate lang wurde Domenico dann von einer Maschine am Leben gehalten, was auch schwere Schäden an anderen Organen zur Folge hatte. Schließlich bestand keine Hoffnung mehr für ihn.













