
Islamistischer Attentäter gesteht Attacke auf Fußballfans in Bielefeld
n-tv
Im Mai attackiert ein mutmaßlicher Islamist Fußballfans von Arminia Bielefeld mit einem Messer. Vier Menschen werden bei dem Messerangriff lebensgefährlich verletzt. Bei einem Psychiater legt der 35-Jährige ein Geständnis ab.
Im Mai attackiert ein mutmaßlicher Islamist Fußballfans von Arminia Bielefeld mit einem Messer. Vier Menschen werden bei dem Messerangriff lebensgefährlich verletzt. Bei einem Psychiater legt der 35-Jährige ein Geständnis ab.
Der islamistische Angreifer von Bielefeld hat den Terroranschlag auf feiernde Fußballfans einem Psychiater gestanden. Er habe die Tötung von Ungläubigen als Teil des Dschihads (Heiliger Krieg) und damit als gerechtfertigt angesehen, sagte der psychiatrische Sachverständige, der sieben Stunden lang mit dem Angeklagten gesprochen hatte, beim Prozessauftakt am Düsseldorfer Oberlandesgericht.
Inzwischen bereue der 36-Jährige die Tat und glaube, zur Tatzeit depressiv gewesen zu sein. Er habe sich in Deutschland einsam und ausgegrenzt gefühlt. Er habe aber nicht ausreisen können, weil er keinen Pass gehabt habe.
Fünf Monate vor der Tat habe er begonnen, Videos der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu konsumieren. Er habe auch auf ihn einen depressiven Eindruck gemacht, sagte der Psychiater. An einen Deradikalisierungsprogramm habe er aber nicht teilnehmen wollen. Er habe geglaubt, dass westliche Regierungen für die Zerstörung Syriens verantwortlich seien und sich für diese Ungerechtigkeit rächen wollen. Zehn Tage vorher habe er sich zur Tat entschieden und zwei Tage vorher die Messer gekauft.
Die Bundesanwaltschaft hat den mutmaßlichen Attentäter Mahmoud M. wegen vierfachen versuchten Mordes angeklagt. Sie hält den 36-Jährigen für einen IS-Terroristen und den Angriff für einen islamistisch motivierten Terroranschlag. Mahmoud M. sei in Syrien ideologisch und militärisch geschult worden, habe dort bis zu einer Verletzung für den Islamischen Staat an Kampfeinsätzen teilgenommen.













