
Weltkriegsgedenken: Mehr als 1500 Polizisten im Einsatz
n-tv
Ursprünglich wollte die Berliner Polizei das Zeigen russischer und ukrainischer Symbole an den sowjetischen Ehrenmälern verbieten. Doch das Verwaltungsgericht Berlin entschied anders.
Berlin (dpa/bb) - Zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs richtet sich Berliner Polizei auf mögliche Störungen ein. Mehr als 1500 Beamte seien am Montag und Dienstag im Einsatz, teilte die Gewerkschaft der Polizei am Sonntag mit. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Berlin gegen ein Flaggenverbot entschieden.
Die Polizei befürchtet Spannungen wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Deshalb wollte sie ursprünglich russische und ukrainischer Flaggen, Symbole und Lieder rund um die Sowjetischen Ehrenmale in Treptow, Tiergarten und Schönholzer Heide für die Gedenktage am 8. und 9. Mai untersagen. An den beiden Tagen jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa zum 78. Mal.
Das Verwaltungsgericht hatte jedoch bereits am Freitag das Verbot ukrainischer Symbole aufgehoben. Im Eilverfahren wurde dann am Samstag auch das Verbot russischer Symbole angefochten. Auch in diesem Fall habe das Verwaltungsgericht gegen die Allgemeinverfügung entschieden, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Während die Polizei die Entscheidung zu den ukrainischen Symbolen akzeptierte, zog sie mit Blick auf die russischen Symbole in die nächste Instanz vor das Oberverwaltungsgericht. Eine Entscheidung war am Sonntagnachmittag noch nicht bekannt.
