
Die CDU begrüßt die verlorene "Mutti" mit großem Jubel
n-tv
Keine Partei sei so harmoniebedürftig wie die CDU, sagt ein Delegierter auf dem Parteitag in Stuttgart. Das merkt man auch bei der Begrüßung der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Endlich Versöhnung? Wohl kaum.
Keine Partei sei so harmoniebedürftig wie die CDU, sagt ein Delegierter auf dem Parteitag in Stuttgart. Das merkt man auch bei der Begrüßung der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Endlich Versöhnung? Wohl kaum.
Am Ende steht sie und klatscht - vermutlich nicht sehr laut, aber so hat Angela Merkel auch früher immer applaudiert: ohne groß auszuholen, mehr symbolisch die Hände zusammenführend. Das muss nichts sagen.
Es ist das erste Mal seit ihrer Zeit als Kanzlerin, dass Merkel an einem CDU-Parteitag teilnimmt. Einen großen Auftritt gibt es nicht: keine Rede, keine Podiumsdiskussion. Dafür ein Signal: Geschlossenheit. Das ist allen Parteien wichtig, aber vor allem der CDU. Vor allem jetzt.
Insofern ist allein ihre Teilnahme am CDU-Parteitag in Stuttgart ein kleines Zeichen der Versöhnung mit ihrem langjährigen Rivalen, dem jetzigen Parteivorsitzenden Friedrich Merz, dem sie nun in Stuttgart applaudiert, zusammen mit den 1001 Delegierten und den zahlreichen Ehrengästen, mit denen sie in der ersten Reihe sitzt. Merkel, die in der CDU früher erst abfällig, dann liebevoll "Mutti" genannt wurde, hat Platz genommen zwischen ihrer Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihrem Nach-Nachfolger Armin Laschet.
Alle drei werden vor Beginn des Parteitags per Handschlag von Merz begrüßt, er bleibt sogar einen Moment stehen und hält Smalltalk. In seiner Eröffnungsrede begrüßt Merz die drei dann auch offiziell: "Liebe Angela, herzlich willkommen in Stuttgart." Später, in seiner eigentlichen Rede auf dem Parteitag, neben seiner für den Nachmittag geplanten Wiederwahl als CDU-Chef der zentrale Tagesordnungspunkt, erwähnt er Merkel ebenfalls: "Die Architekten der Wiedervereinigung - allen voran natürlich Helmut Kohl - kamen aus der CDU. Angela Merkel war 16 Jahre lang Kanzlerin und hat diese Einheit geradezu personifiziert."













