Was tun gegen Fake-Accounts?
ZDF
Immer wieder tauchen im Netz Accounts unter dem Namen einer anderen Person auf, die diese nicht erstellt hat. Betroffene können sich wehren.
Immer wieder tauchen in sozialen Netzwerken Accounts unter dem Namen einer anderen Person auf, die diese nicht erstellt hat. Doch Betroffene können sich wehren. Ein Profil mit dem eigenen Namen und Foto, das ein anderer erstellt hat - für Betroffene oft ein verstörender Fund. Denn wer sich eine fremde Identität anmaßt und im Namen einer anderen Person handelt, kann damit großen Schaden anrichten, und zwar sowohl bei Betroffenen als auch bei denen, die auf die Täuschung hereinfallen. Ein solcher mutmaßlicher "Identitätsdiebstahl" steht auch im Zentrum der Vorwürfe, die die Schauspielerin Collien Fernandes gegenüber ihrem Ex-Partner, dem Schauspieler Christian Ulmen, erhebt. Fernandes wirft ihm vor, LinkedIn-Profile mit ihrem Namen erstellt zu haben und über diese Accounts Hunderte Männer angeschrieben und sich mit einigen von ihnen zum Telefonsex verabredet zu haben. Derzeit ermitteln Behörden in Spanien und Deutschland. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Betroffen sind allerdings nicht nur Prominente. Auch wenn genaue Zahlen fehlen, ist klar, dass die Anzahl gefälschter Accounts zunimmt. "Identitätsdiebstahl war schon immer ein Thema, aber durch die technischen Möglichkeiten hat das Problem zugenommen, sowohl quantitativ als auch qualitativ", erklärt Tahireh Panahi, Expertin für Digitalrecht an der Universität Kassel. Fest steht: Einen Account unter dem Namen einer anderen Person ohne deren Zustimmung zu erstellen, verstößt in der Regel gegen Gesetze. Betroffen ist insbesondere das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Dieses Grundrecht besagt, dass jeder Mensch selbst die Kontrolle über seine Identität haben und darüber entscheiden darf, wie er in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Dazu zählt auch, dass niemand anderes unbefugt den eigenen Namen gebrauchen oder eigene Bilder verbreiten darf.







