Mit Artemis 2 sollen erstmals wieder Menschen zum Mond
ZDF
Es gab mehrere Verzögerungen wegen technischer Probleme. Doch nun soll mit Artemis 2 ein Astronautenteam zum Mond aufbrechen und ihn umrunden.
Es gab Verzögerungen wegen technischer Probleme. Nun soll mehr als 50 Jahre nach dem letzten Apollo-Flug mit der Nasa-Mission Artemis 2 ein Astronautenteam zum Mond aufbrechen. "Ich möchte unbedingt dabei sein, wenn die Rakete abhebt", erzählt Michelle Scheuring aus Houston, Texas. Sie ist eine von geschätzt 400.000 Besucherinnen und Besuchern, die extra zum Launch von Artemis 2 am 1. April (Ortszeit) nach Florida gereist sind. Sie sucht im Geschäft "Space Shirts" in der Nähe von Cape Canaveral nach einem passenden T-Shirt für den Start. Beim letzten Mal sei sie noch zu klein gewesen, sagt Scheuring. Das letzte Mal war 1972, als mit Apollo 17 zwei Astronauten den Erdtrabanten betraten. Der letzte Mann auf dem Mond hieß Eugene Cernan. Dieses Mal ist mit Christina Koch erstmals auch eine Frau dabei, eine erfahrene Astronautin. Wie Kommandant Reid Wiseman und Pilot Victor Glover war auch sie auf der ISS. Nur für den kanadischen Kollegen Jeremy Hansen geht es direkt auf seiner ersten Reise ins All zum Mond. Das sagt Nasa-Astronaut Randy Bresnik, der für das Startevent ins Kennedy Space Center gekommen ist. Die Besatzung von Artemis 2 ist längst in Quarantäne, Gespräche mit Journalisten so kurz vor dem Start wären undenkbar. Etwa zehn Tage werden die vier Crewmitglieder insgesamt unterwegs sein, den Mond umrunden und so weit weg von der Erde sein wie nie ein Mensch zuvor, mehr als 400.000 km. Nach gut 50 Jahren verlassen damit auch zum ersten Mal wieder Astronauten den Erdorbit. Das Ziel für eine spätere Landung ist der Südpol des Mondes. "Es sind noch so viele Fragen offen", sagt Sarah Noble von der Nasa, leitende Wissenschaftlerin für die Mondforschung im Artemis-Programm. "Ich bin sehr aufgeregt. Auf dem Mond ist wissenschaftlich gesehen die Aufzeichnung der Mondgeschichte noch erhalten, wir können gewissermaßen 4,5 Milliarden Jahre zurückblicken. Es ist wirklich ein bemerkenswertes Buch, in dem wir auch mehr über unsere eigene Geschichte erfahren."







