Völklingen: Angeklagter wegen schweren Raubes verurteilt
ZDF
Nach der Tötung eines Polizisten in Völklingen wurde heute das Urteil gefällt. Der 19-jährige Ahmet G. wurde wegen schweren Raubes verurteilt.
Im Beisein der Witwe des erschossenen Polizisten Simon Bohr wurde heute das Urteil gefällt. Das Gericht verurteilte den 19-jährigen Ahmet G. wegen schweren Raubes. Ahmet G. muss wegen der Tötung des Polizisten Simon Bohr in Völklingen in die Psychiatrie. Dies ordnete das Landgericht in Saarbrücken an. Er wurde wegen schweren Raubes verurteilt. Von den Mordvorwürfen wurde er freigesprochen. "Das fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht", sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Rheinland-Pfalz, Wolfgang Sinn. Er sei "fassungslos" über das Urteil. "Das wird die Genesung meiner Kollegen nicht vereinfachen, sie haben auf einen weiteren Schritt der Verarbeitung gehofft", so Sinn. "Wir haben darauf gepocht, dass es ein gerechtes Urteil gibt. Das ist aus unserer Sicht nicht der Fall", so Sinn. Bohrs Witwe war auch heute im Gerichtssaal, so wie während des ganzen Prozesses. Ahmet G. hatte am 21. August eine Tankstelle überfallen. Simon Bohr und seine Kollegen verfolgten ihn. Bei einem Handgemenge entriss G. einem Polizeianwärter die Waffe, schoss 17 Mal. 6 Kugeln trafen den 34-jährigen Polizisten tödlich. Wegen einer attestierten Schizophrenie gilt Ahmet G. Als vermindert schuldfähig. Sein Anwalt Michael Rehberger hatte auf Totschlag plädiert, sein Mandant habe aus Angst und Panik gehandelt.







