Trumps Ballsaal: Große Pläne und viel Widerstand
ZDF
Protest gegen Trumps Ballsaal im Weißen Haus: ein Überblick über Pläne, Kosten und Widerstand gegen die Bauvorhaben des US-Präsidenten.
Proteste in Washington und das Nein eines US-Bundesrichters zum geplanten Ballsaal: Trumps Baupläne am Weißen Haus stoßen auf Widerstand. Ein Überblick über Pläne und Kritik. Auf dem Sockel aus künstlichem Marmor glänzt eine goldene Toilette in der hellen Mittagssonne. Daran befestigt eine Plakette: "Ein Thron für einen König". Der Ort für diese Kunstinstallation ist prominent gewählt: direkt auf der "National Mall", der wichtigsten Park- und Gedenkanlage im Zentrum Washingtons. Weiter steht auf der Plakette: Die Künstler spielen damit nicht nur auf die von Donald Trump angekündigte Renovierung des historischen Badezimmers im Weißen Haus an, sondern richten ihren Protest auch gegen die weitreichenden Bauvorhaben des US-Präsidenten insgesamt. Am Donnerstag will die staatliche Planungskommission NCPC über eines seiner umstrittensten Projekte entscheiden: einen Ballsaal auf dem Gelände des Weißen Hauses sowie ein neues unterirdisches Besucherzentrum. Kurz vor der Sitzung griff ein US-Gericht ein. Ein Bundesrichter ordnete am Dienstag einen Baustopp für den Ballsaal an. Für das Projekt fehle dem Präsidenten die Zustimmung des Kongresses, urteilte Richter Richard Leon. Trump sei "nicht der Eigentümer" des Weißen Hauses. Trump wies die Klage als unbegründet zurück. Seine Regierung legte nur wenige Stunden nach dem Urteil Berufung ein. Nach aktuellem Stand will die Planungskommission wie geplant zusammentreten. Für den rund 400 Millionen US‑Dollar teuren Ballsaal wurde im Oktober bereits der historische Ostflügel des Weißen Hauses abgerissen. Der Neubau wächst und soll mehr als 8.000 Quadratmeter umfassen, mit Platz für etwa 1.000 Gäste.







