Was kann Deutschlands neue Eishockey-Generation reißen?
ZDF
Bei den Olympischen Spielen spielen alle NHL-Stars im deutschen Eishockey-Team. Aber auch die anderen Nationen sind stark wie nie.
Das deutsche Eishockey hat dem Olympischen Turnier lange entgegengefiebert, in Mailand spielen nun alle NHL-Stars in einem Team. Aber auch die anderen Nationen sind stark wie nie. Am Montag war Leon Draisaitl nicht auf dem Eis. Dabei sollte das Training in der Santagiulia Ice Hockey Arena in Mailand ein besonderes werden. Erstmals sollte Deutschlands goldene Eishockey-Generation zusammen auf einer Eisfläche stehen - aber dann fehlte ausgerechnet ihr größter Star. Da kamen natürlich Fragen auf: Ist er verletzt? Hat er sich mit dem Norovirus angesteckt, der das finnische Frauen-Team zur Spielabsage zwang? Harold Kreis konnte beruhigen: Draisaitl habe einfach eine Pause haben wollen, sagte der Bundestrainer, "er hat viel um die Ohren". In der Tat: die weite Anreise aus Kanada, die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele als Fahnenträger, diverse Pressekonferenzen und andere Termine. Da habe er halt ein Training ausfallen lassen. Am Dienstag war er wieder dabei. Zwei Tage vor dem Auftakt des Turniers, dem Draisaitl und das gesamte deutsche Eishockey seit Jahren entgegenfiebern. Nun hängen die Deutschen im internationalen Vergleich weiter hinterher. Zu wenige Aktive, zu wenige Eishallen, schlechtere Ausbildung - man sieht jedes Jahr bei den Nachwuchsturnieren, wie weit der Abstand zu Topnationen wie Kanada, USA oder Schweden immer noch ist. Und dennoch: Eine solche Generation hatte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) noch nie. Eine mit gefeierten NHL-Stars, die Trophäen gewinnen, Verträge über Dutzende Millionen Dollar unterschreiben und Gesichter ihrer Klubs oder gleich der ganzen Liga sind.













