Eishockey-Team lässt historische Chance liegen
ZDF
Die bestbesetzte deutsche Eishockey-Mannschaft der Geschichte kommt bei Olympia nie in Fahrt. Alte Stärken des DEB-Teams fehlten diesmal.
Die bestbesetzte deutsche Eishockey-Mannschaft der Geschichte kommt bei Olympia nie so richtig in Fahrt. Weil sie ihre Identität nicht findet und auf dem Eis wie zwei Teams wirkt. Zumindest nach dem Spiel hat Leon Draisaitl einen Fan glücklich gemacht. Als er von der olympischen Eisfläche in der Mailänder Arena in Richtung Kabine stapfte, schenkte er einer Frau auf der Tribüne seinen Schläger. Ein nettes Souvenir, das sie sichtlich bewegt annahm. Ansonsten war allen, die es mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft halten, wenig nach nach guter Laune zumute. Das 2:6 im Viertelfinale gegen die Slowakei beendete nicht nur alle Medaillenträume, es war auch ein passender Abschluss für ein ingesamt verkorkstes olympisches Turnier. Monatelang hatte sich Eishockey-Deutschland auf die beste Mannschaft seiner Geschichte gefreut. Favoriten waren andere, aber mit NHL-Stars wie Leon Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider schien vielleicht etwas möglich zu sein. Erst recht, als es der Turnierbaum gut mit den Deutschen meinte. Obwohl bereits die Vorrunde mit nur einem Sieg aus drei Spielen viel Luft nach oben kannte, ging es in der K.o.-Phase erst gegen Frankreich, dann gegen die Slowakei. Ein Pflichtsieg und eine lösbare Aufgabe, das Halbfinale schien zum Greifen nah. Verteidiger Moritz Seider hatte gar von einer historischen Chance gesprochen. Anstatt gegen einen Großen wie Kanada, die USA oder Schweden ging es gegen den Weltranglisten-Neunten. Also musste Kapitän Draisaitl hinterher von einer "verbrauchten Chance" sprechen.













