Mit Trainer-Task-Force und Schießakademie aus der Krise?
ZDF
Das deutsche Biathlon-Team enttäuscht in Antholz. Die Schießleistungen sind schwach, die Platzierungen auch. Helfen soll eine Task-Force.
Die deutschen Biathletinnen und Biathleten enttäuschen bei den Winterspielen in Antholz. Die Schießleistungen sind schwach, die Platzierungen auch. Helfen soll eine Task-Force. Die Biathlon-Arena von Antholz liefert die wohl stimmungsvollsten Bilder dieser Olympischen Winterspiele. Sie ist bei allen Wettkämpfen ausverkauft, um die 20.000 Zuschauer tummeln sich währenddessen im Stadion und an der Strecke, so viele wie nirgends sonst bei dieser Veranstaltung. Doch während Team Frankreich bereits fünf von neun Goldmedaillen in Südtirol gewonnen hat, stellt die erfolgsverwöhnte deutsche Mannschaft bisher keine Siegerin und keinen Sieger und auch keine Zweitplatzierte und keinen Zweitplatzierten. Einzig einmal Bronze in der Mixed-Staffel zum Auftakt der olympischen Biathlon-Wettbewerbe steht auf der Habenseite des Deutschen Skiverbandes (DSV). Zuletzt patzten auch beide Vierer-Staffeln, die ihre Rennen jeweils auf Platz vier beendeten. In der Summe ist das eine große Enttäuschung. DSV-Sportdirektor Felix Bitterling betont derzeit das Offensichtliche: Die Schießleistungen sind bescheiden. Dass die Resultate unter den Erwartungen geblieben sind. Dass es in den Staffeln zu viele Nachlader gab. Und dass eine gedachte Medaillenbank wie Franziska Preuß, die Weltcup-Gesamtsiegerin der vorigen Saison, ganz offensichtlich eine psychische Blockade beim finalen Stehendschießen mit nach Antholz gebracht hat. Am Mittwoch schoss Preuß bei ihrem Staffel-Einsatz im Liegendanschlag tadellos - fünf schnelle Treffer. Doch stehend misslang ihr wie schon im Mixed, im 15-Kilometer-Rennen, im Sprint und in der Verfolgung das Schießen. Drei Nachlader reichten am Mittwoch nicht, eine Scheibe blieb stehen, eine Strafrunde war die Folge. Das deutsche Team verpasste dadurch eine mögliche Silbermedaille. Bitterling sieht kein körperliches Problem bei Preuß, vielmehr "scheint bei ihr irgendwas in den Klamotten zu hängen oder zwischen den Ohren". Am Mittwoch war Preuß so konsterniert, dass sie das Stadion kommentarlos unter Tränen verließ.













