Malinin - selbsternannter Gott der Vierfachen
ZDF
Der US-Amerikaner Ilia Malinin gilt derzeit als größte Sensation der Eiskunstlaufszene. Bei seiner Kür will er Vierfach-Sprünge en masse zeigen.
Der US-Amerikaner Ilia Malinin gilt derzeit als größte Sensation der Eiskunstlaufszene. Bei seiner Kür am Freitag will der 21-Jährige ein Spektakel an Vierfach-Sprüngen zeigen. Am Dienstag war im Kurzprogramm der Olympischen Winterspiele 2026 eine Demonstration der Eiskunstlauf-Moderne zu sehen, denn Ilia Malinin bezwang auf dem Eis mal wieder die Erdanziehungskraft. Zwei Vierfach-Sprünge lieferte der 21-jährige US-Amerikaner dabei, der Flip gelang makellos und an den vierfachen Lutz hängte er in einer formidablen Kombination sogar noch einen dreifachen Toeloop an. Die Zuschauer in der ausverkauften Milano Ice Skating Arena machten sich mit "Oh"- und "Kreisch"-Lauten Luft und drückten so ihre Verzückung aus. Gesteigert hatte Malinin diese Form der euphorischen Unterstützung sogar noch, als er nach ein paar harmlosen Gesten mit den Armen plötzlich einen Rückwärtssalto zeigte - und ihn lässig stand. Der Jubel darüber war im Publikum unermesslich. Was für eine Show. 108,16 Punkte erhielt Malinin für seinen atemberaubenden Vortrag, fünf mehr als der Japaner Yuma Kagiyama, sein erster Verfolger. Und das war erst das Kurzprogramm. Da ließ Malinin den vierfachen Axel aus, den Königssprung, die größte Herausforderung für Eiskunstläufer. Bisher hat ihn nur Malinin in einem Wettkampf gezeigt. Erstmals gelang er ihm im September 2022 bei den US Classics in Lake Placid, was die Eiskunstlauf-Szene damals mit staunender Verwunderung zur Kenntnis nahm. Der Axel erfordert wegen des Vorwärtsanlaufs bis zur Landung sogar viereinhalb Drehungen. Bei seiner Kür am Freitag will Malinin den Axel nun vierfach zeigen, sieben Vierfachsprünge nimmt er sich insgesamt vor. Gelungen ist ihm diese außergewöhnliche Serie bereits Anfang Dezember beim Grand-Prix-Finale in Japan.













