Warum Synchronsprecher gegen Netflix protestieren
ZDF
Netflix will bei der Synchronisation von Filmen mehr auf Künstliche Intelligenz setzen. Dagegen protestieren deutsche Synchronsprecher.
Netflix will bei der Synchronisation von Filmen mehr auf Künstliche Intelligenz setzen. Dagegen protestieren deutsche Synchronsprecher. Einer von ihnen erklärt, was sie antreibt. Es geht ihnen um mehr als allein ihren Beruf: Für viele deutsche Synchronsprecherinnen und -sprecher steht nicht nur ihr Job auf dem Spiel. Sie sehen die gesamte Synchronisationskultur in Gefahr. Der Streamingriese Netflix will in Zukunft auf Künstliche Intelligenz setzen. So sollen Sprachaufnahmen genutzt werden, um damit KI zu trainieren. Die angestrebten Innovationen würden nicht nur den Berufsalltag der Sprecher, sondern womöglich auch das Filmerlebnis der Zuschauer verändern, sagt Synchronsprecher Patrick Winczewski im Interview mit ZDFheute live. Er ist die deutsche Stimme von Hollywood-Stars wie Tom Cruise oder Hugh Grant und fürchtet um seinen Job. Sehen Sie das ganze Interview hier oder lesen Sie es unten in Auszügen. Das sagt Synchronsprecher Patrick Winczewski zu der Frage, ... Im Streit mit Netflix geht es vor allem um Urheber- und Persönlichkeitsrechte. Die von dem Streaminganbieter geforderten Abtretungen könne man so nicht hinnehmen, kritisiert Winczewski. Seine Befürchtung: Die mit den Stimmen von Synchronsprechern gefütterte KI könnte schlussendlich die Aufgaben der Sprecher übernehmen. Insgesamt seien mehr als 2.500 Sprecherinnen und Sprecher betroffen. Aktuell handele Netflix nach dem Motto: Entweder du unterschreibst oder du arbeitest nicht für uns, so Winczweski. Man befinde sich in einem Prozess und hoffe, wieder mit Netflix ins Gespräch zu kommen. Die Synchronsprecher hätten ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu prüfen, welche Rechtswege ihnen offenstehen, erklärt Winczewski.





