Lebensversicherung im Kommen - auch für Gen Z?
ZDF
Gen Z denkt Lebensversicherung neu: flexible, digitale und transparente Lösungen ersetzen klassische Vorsorge. Die Branche steht unter Druck.
Die Jungen verändern den Markt: Sie fordern digitale, verständliche und flexible Vorsorgelösungen. Passen Lebensversicherungen in diese Lebenswelt? Obwohl der Gen Z finanzielle Sicherheit wichtig ist, hat die klassische Lebensversicherung, über Jahrzehnte ein zentraler Baustein privater Absicherung, für sie wenig Bedeutung. Die deutsche Versicherungswirtschaft hatte ein starkes Jahr: 2025 stiegen die Beitragseinnahmen um 6,6 Prozent auf 254 Milliarden Euro, getragen vor allem vom boomenden Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung. Für jüngere Zielgruppen bleibt die klassische Lebensversicherung dennoch ein schwer zugängliches Produkt. Laut einer Studie von Capgemini und LIMRA lehnen 45 Prozent der unter 40-Jährigen klassische Lebensversicherungen ab. Diese seien zu teuer, zu kompliziert, unpassend zum Lebensmodell, erläutert Klaus Thummert, Senior Director bei Capgemini Invent. Die Jungen bauten sich zunächst ein eigenes Vermögen auf, Heirat und Kinder kämen erst später - wenn überhaupt. Damit verlören zentrale Lebensereignisse, an die Policen lange anknüpften, an Bedeutung. Sie orientieren sich stärker an digitalen Finanzdienstleistern. Neobanken und Neobroker überzeugen mit einfachen Preismodellen, intuitiver App-Nutzung und geringen Einstiegshürden.





