
Wüst rückt Kinder in Fokus: Lockerungen für Sport
n-tv
NRW-Ministerpräsident Wüst rückt in der Pandemie Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt seiner Corona-Politik. Zudem kündigt er bei der CDU-Klausur Lockerungen im Sport und Freizeit-Bereich an. Geboosterte sollen keinen negativen Test mehr nachweisen müssen.
Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) rückt in der Corona-Pandemie die Sorgen, Probleme und Nöte von Kindern und jungen Leuten in den Fokus. Die Frage, welche Auswirkungen die Pandemie für Kinder und Jugendliche habe, sei am Samstag bei einer gemeinsamen Klausur der NRW-CDU mit den Partei-Spitzen des Europaparlaments, dem Bundestag sowie dem designierten Bundesvorsitzenden Friedrich Merz in Düsseldorf ein ganz wichtiges Thema gewesen. Wüst wörtlich: "Welche Folgen hat die Pandemie, haben die Einschränkungen durch die Pandemie für die Kinder und junge Leute?"
Dazu hatte die Partei Silvia Schneider von der Bochumer Ruhr-Universität als Expertin zur Klausur eingeladen. Schneider ist Professorin für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie und Leiterin des Forschungs- und Behandlungszentrums für psychische Gesundheit an der Ruhr-Uni. Wüst war offensichtlich beeindruckt von ihrem Vortrag. "Frau Professor Schneider hat uns sehr profund dargelegt, welche Auswirkungen die Einschränkungen für Kinder und Jugendliche, für die Psyche von Kindern und Jugendlichen haben", sagte Wüst, der zahlreiche "negative Folgen" aufzählte: "Schulprobleme, weniger Sozialkontakte, auch mehr Streit in den Familien durch den Druck, der dort entsteht. Mehr Anzeichen auf Kindeswohlgefährdung usw. bis hin zu einem Anstieg von Suizid-Gedanken bei Kindern und jungen Leuten."

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












