
Vorsorge-Untersuchungen auch für Jugendliche
n-tv
Neun Untersuchungen beim Kinderarzt sind in Hessen Pflicht. Die Jugenduntersuchung bleibt freiwillig, soll aber mehr genutzt werden.
Neun Untersuchungen beim Kinderarzt sind in Hessen Pflicht. Die Jugenduntersuchung bleibt freiwillig, soll aber mehr genutzt werden.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Das Land Hessen will erreichen, dass mehr Eltern mit ihren Kindern zur Jugendvorsorge-Untersuchung J1 gehen. Um die Teilnahmequote zu steigern, sollen die Familien künftig persönlich eingeladen werden. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage der AfD hervor.
Nach der Geburt eines Kindes müssen Eltern in Hessen mindestens neun Untersuchungen bei einem Kinderarzt wahrnehmen. Die Untersuchungspflicht wurde in Hessen 2008 eingeführt. Die erste dieser sogenannten U-Untersuchungen findet direkt nach der Geburt statt, die letzte mit sechs Jahren.
Ab der U4 werden Eltern per Brief persönlich eingeladen. Erscheinen sie nicht, werden sie schriftlich gemahnt. Kommen sie immer noch nicht, wird das Jugendamt informiert. Die Untersuchungen dienen der Früherkennung von gesundheitlichen Auffälligkeiten und Krankheiten, wie das hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege erklärt.
2024 nahmen laut Ministerium 100 Prozent aller Kinder an der U4 teil. Bei U8 und U9 liegt die Teilnahme noch immer über 95 Prozent. Vor Einführung der Untersuchungspflicht waren es laut Ministerium nur 85 Prozent gewesen.













