
Iranische Raketen - muss man sich in Berlin Sorgen machen?
n-tv
Nach dem Raketenangriff auf einen US-britischen Militärstützpunkt auf einer pazifischen Insel rückt auch Europa in den potenziellen Zielkorridor iranischer Raketen. Offiziell beträgt deren Reichweite nur 2000 Kilometer.
Nach dem Raketenangriff auf einen US-britischen Militärstützpunkt auf einer pazifischen Insel rückt auch Europa in den potenziellen Zielkorridor iranischer Raketen. Offiziell beträgt deren Reichweite nur 2000 Kilometer.
Irans Streitkräfte haben am Wochenende überraschend zwei Raketen auf den US-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean abgefeuert. Die Insel liegt gut 4000 Kilometer südöstlich vom Iran. Zwar traf keines der beiden Geschosse sein Ziel, dennoch handelt es sich um den bislang weitesten Raketenangriff in der Geschichte der Islamischen Republik. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu legt bereits nahe, dass Städte tief in Europa bald zum Ziel Teherans werden könnten. Liegen Berlin, Paris und London nun in der Reichweite iranischer Raketen?
Welche ballistischen Raketen hat der Iran und was können sie?
Das iranische Raketenprogramm ist mehr als 40 Jahre alt. Als Reaktion auf den Iran-Irak-Krieg in den Achtzigerjahren, als iranische Metropolen Ziel von Saddam Husseins Raketenhagel und großen Zerstörungen waren, begann auch Irans Militärführung mit der Entwicklung eines eigenen Programms zur militärischen Abschreckung. Die ersten Modelle basierten noch auf Raketen nordkoreanischer Bauart und hatten eine vergleichsweise kurze Reichweite von nur rund 300 Kilometern.
Das Programm wurde in den folgenden Jahrzehnten unter Führung der Revolutionsgarden systematisch ausgebaut. Die größten technologischen Fortschritte erzielte Iran nach der Jahrtausendwende, insbesondere bei Reichweite, Präzision und dem Einsatz von Feststoffantrieben. Das Raketenarsenal entwickelte sich zum zentralen Bestandteil der militärischen Abschreckungsstrategie des Landes, vor allem gegenüber Israel und den USA.













