
Verstöße bei Pro-Palästina-Demos in Duisburg und Dortmund
n-tv
Duisburg/Dortmund (dpa/lnw) - Bei pro-palästinensischen Demonstrationen in Duisburg sind am Samstag israelfeindliche Plakate und Transparente gezeigt worden. Wie die Polizei mitteilte, erfüllen sie aus Sicht der Staatsanwaltschaft den Anfangsverdacht einer Straftat. Deshalb wurden sie sichergestellt und drei Strafanzeigen geschrieben. Bei dem Aufzug durch die Innenstadt von Duisburg, an dem in der Spitze rund 450 Demonstranten teilnahmen, gab es zudem vereinzelt Identitätsfeststellungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Zuvor hatten sich rund 10 Teilnehmer einer pro-israelischen Gegendemonstration auf dem Bahnhofsvorplatz versammelt. Zusammenstöße gab es dabei nicht.
Auch in Dortmund wurde am Nachmittag demonstriert. Dort zogen rund 2500 Menschen mit Pro-Palästina-Plakaten durch die Innenstadt. Laut Polizei gab es mehrere Verstöße gegen die Auflagen der Behörden. So wurden Transparente sichergestellt oder mussten eingerollt werden, die zu Hass und Gewalt gegen Israel hätten animieren können, wie es hieß. Gewaltdelikte gab es nicht. An einer zweiten Protestversammlung für Palästina in Dortmund nahmen auf dem Platz von Buffalo rund 320 Menschen teil.
In Hamm haben rund 180 Menschen am Samstag unter dem Motto"Frieden für alle Beteiligten! Im Krieg verlieren immer beide Seiten!" demonstriert. Die Versammlung verlief laut Polizei friedlich und ohne Störungen.
