
Verdacht auf Tierquälerei – Westfleisch kündigt Maßnahmen an
Die Welt
Das Deutsche Tierschutzbüro hat Bilder von kranken und verletzten Schweinen veröffentlicht, die aus Westfleisch-Zulieferbetrieben stammen sollen. Das Unternehmen reagiert betroffen und versichert, den Vorwürfen „mit aller Entschiedenheit“ nachzugehen.
Die Unternehmensgruppe Westfleisch hat sich schockiert über Bilder von kranken und verletzten Schweinen gezeigt und mehrere Maßnahmen angekündigt. „Die Aufnahmen machen auch uns betroffen“, betonte Westfleisch auf dpa-Anfrage am Mittwoch. Man nehme die Vorwürfe gegen die einzelnen Tierhalter sehr ernst und gehen ihnen „mit aller Entschiedenheit“ nach. Das Deutsche Tierschutzbüro hatte Bilder mit massiven Missständen gezeigt, die aus sieben Westfleisch-Zulieferbetrieben stammen sollen. Sechs seien in Nordrhein-Westfalen ansässig, einer in Niedersachsen.
„Bis zur endgültigen Klärung aller Vorwürfe behalten wir uns sanktionierende Maßnahmen bis hin zur Kündigung der Lieferverträge vor“, betonte das Unternehmen in Münster. „Für uns steht das Wohlergehen der gehaltenen Tiere immer an erster Stelle.“ Grundsätzlich würden Zulieferbetriebe regelmäßig überprüft. Wer die Qualitätskriterien nicht erfülle, scheide als Zulieferer aus. „Transportunfähige und schlachtunfähige Tiere wurden und werden in Westfleisch-Betrieben definitiv nicht zur Schlachtung angenommen.“

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