
Verband: Verbindliche Grundsteuer-Hebesätze für Kommunen
n-tv
Frankfurt/Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Immobilienbesitzerverband Haus & Grund in Frankfurt fordert verbindliche Grundsteuer-Hebesätze für Kommunen im Rahmen der Grundsteuer-Reform, die 2025 in Kraft tritt. "Die Kommunen müssen per Verordnung verpflichtet werden, die vom Land ermittelten Hebesätze für eine aufkommensneutrale Grundsteuer anzuwenden", sagte Geschäftsführer Younes Frank Ehrhardt.
Die Grundsteuer, eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Kommunen, muss bundesweit neu geregelt werden, weil das Bundesverfassungsgericht das derzeit geltende System wegen veralteter Werte für verfassungswidrig erklärt hat. Da viele Länder Einwände gegen das vom Bundestag beschlossene neue Modell hatten, dürfen sie eigene Varianten entwickeln.
Das Land Hessen will für die Neuberechnung für jede Gemeinde den Hebesatz veröffentlichen, mit dem ihr Grundsteuer-Aufkommen unverändert bleibt. Laut Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) herrscht parteiübergreifend Einigkeit, dass mit der Reform kein zusätzlicher Ertrag für die Kommunen einhergehen soll. Er appelliert an die Städte und Gemeinden, die Neuregelung nicht als zusätzliche Einnahmequelle zu missbrauchen und die vorgeschlagenen Hebesätze anzuwenden. Letztendlich liege das aber im Ermessen der kommunalen Selbstbestimmung.













