
Verband fordert mehr Beratungsangebote für Transsexuelle
n-tv
Stuttgart (dpa/lsw) - Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg fordert mehr Beratungsangebote für transsexuelle Menschen. Sie stießen immer noch auf gesellschaftliche Widerstände und fühlten sich missachtet und nicht ernst genommen, sagte Verbandsvorstand Ulf Hartmann laut Mitteilung vom Mittwoch. "Sie sind häufig Opfer von Diskriminierung, Gewalt und Hasskriminalität." Das psychosoziale Beratungsangebot müsse ausgebaut und steigende Gewalt und Feindseligkeiten gegen Transsexuelle endlich als Hasskriminalität eingestuft werden, sagte Hartmann mit Blick auf den Internationalen Tag für die Sichtbarkeit von Trans-Personen an diesem Freitag.
Laut Verband liegt der Anteil derer, die sich mit einem anderen als dem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht identifizieren, in Deutschlands Bevölkerung bei etwa 0,5 Prozent. Daraus ergebe sich für Baden-Württemberg eine Zahl von etwa 53.000 transsexuellen Personen. Die Zahlen beruhen nach Worten einer Sprecherin auf Angaben aus dem Landesaktionsplan "Für Akzeptanz und gleiche Rechte".

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












