
Türkische Banden drängen nach Berlin
n-tv
Sie begehen Auftragsmorde, schmuggeln Waffen und Drogen und zeigen sich ungeniert im Internet. In der Türkei formieren sich neue Gangs. Sie kämpfen nun auch in Berlin um Reviere.
Sie begehen Auftragsmorde, schmuggeln Waffen und Drogen und zeigen sich ungeniert im Internet. In der Türkei formieren sich neue Gangs. Sie kämpfen nun auch in Berlin um Reviere.
Die Kugeln treffen Fensterscheiben von Bars und Türen von Restaurants in Berlin. Eine Handgranate explodiert spätnachts in einem leeren Nachtclub in Kreuzberg. Täter feuern auf das Einfamilienhaus eines wohlhabenden Vertreters der türkisch-kurdischen Szene. Immer wieder trifft es auch Menschen, die durch Schüsse verletzt werden. Das Landeskriminalamt (LKA) ist seit vorigem Jahr alarmiert: Die deutsche Hauptstadt ist Schauplatz eines Bandenkriegs, den die organisierte Kriminalität aus der Türkei nach Deutschland getragen hat.
Vor allem bei Ladenbesitzern mit türkischem Hintergrund herrscht Furcht. Berichtet wird von Drohanrufen. Wer kein "Schutzgeld" zahlt, werde bestraft, heißt es. Kaum ein Opfer geht zur Polizei.
Die Akteure aus der Türkei drängen außerdem in den lukrativen Drogenhandel. Fast jede Woche berichtet die Polizei von Gewaltvorfällen in der Parallelwelt der Revierkämpfe. Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg nannte es eine neue Bedrohungslage. "Wir sehen inzwischen rivalisierende Banden, die auf Berlins Straßen sichtbar Gewalt einsetzen, sei es durch Handgranatenwürfe auf Lokale, sei es durch Schüsse auf Menschen, Fahrzeuge und auch Gebäude", sagte die CDU-Politikerin dem RBB.
2025 zählte die Polizei 543 Fälle, in denen geschossen wurde. Dazu kamen 629 Fälle von Drohungen mit einer Schusswaffe. Im Jahr 2024 waren es einige hundert Fälle weniger - 363 Mal wurde geschossen und 303 Mal gedroht.













