
Warum sich Glück nicht erzwingen lässt
n-tv
Die ersten warmen Tage machen viele euphorisch: Endlich wieder raus! Andere spüren Druck, jetzt besonders glücklich sein zu müssen. Warum das ein Trugschluss ist und wie echtes Wohlbefinden entsteht.
Die ersten warmen Tage machen viele euphorisch: Endlich wieder raus! Andere spüren Druck, jetzt besonders glücklich sein zu müssen. Warum das ein Trugschluss ist und wie echtes Wohlbefinden entsteht.
Sonne, längere Tage, das erste Eis im Freien: Für viele gilt der Frühling als Zeit des Aufbruchs. Doch mit den steigenden Temperaturen wächst bei manchen auch ein subtiler Druck: Jetzt müsste man doch eigentlich besonders gut gelaunt und unternehmungslustig sein.
Solche Erwartungen sollte man aber besser nicht zu hoch hängen. "Dieses Gefühl kennen viele: Jetzt muss ich doch endlich glücklich sein", sagt Christian Thiele, Autor, Speaker und Mitglied im Trainerteam der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie. Gerade wenn draußen alle unterwegs sind und die Stimmung allgemein als ausgelassen wahrgenommen wird, könne das den Eindruck verstärken, selbst etwas zu verpassen.
Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang teilweise von "toxischer Positivität". Auch von FOMO (Fear of missing out) ist oft die Rede - der Angst, etwas zu verpassen. Während es im Winter gesellschaftlich eher akzeptiert ist, sich zurückzuziehen, entsteht im Frühling leicht das Gefühl, man müsse jede Gelegenheit zum Genießen nutzen.
Aus psychologischer Sicht kann es helfen, Glück nicht als ständiges Ziel zu betrachten. "Wenn wir Wohlbefinden eher als Nebenprodukt sinnvoller Aktivitäten sehen - und nicht als etwas, das wir permanent erreichen müssen -, nimmt das viel Druck raus", sagt Thiele.













