
Studie: Psycho-Stress bei jungen Menschen auf Höchststand
n-tv
Der Druck auf junge Menschen in Deutschland steigt. Dauerkrisen, unsichere berufliche Perspektiven, Schulden und mentaler Stress prägen häufig die Lebenslage. Als Reaktion wenden sich laut einer Studie viele den politischen Rändern zu oder denken daran, Deutschland zu verlassen.
Der Druck auf junge Menschen in Deutschland steigt. Dauerkrisen, unsichere berufliche Perspektiven, Schulden und mentaler Stress prägen häufig die Lebenslage. Als Reaktion wenden sich laut einer Studie viele den politischen Rändern zu oder denken daran, Deutschland zu verlassen.
Die psychische Belastung bei jungen Menschen in Deutschland ist auf einen Höchststand gestiegen. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie "Jugend in Deutschland 2026". Demnach gaben 29 Prozent der Befragten zwischen 14 und 29 Jahren an, psychologische Hilfe zu benötigen. Insgesamt wird den Autorinnen und Autoren zufolge deutlich, dass der seit Jahren anhaltende Krisenmodus, geprägt von Krieg, Inflation, steigenden Wohnkosten und neuerdings auch von US-Präsident Trump, immer mehr junge Menschen überfordert.
"Die Ergebnisse der Trendstudie zeigen auf dramatische Weise, wie sehr die Belastungen der letzten Jahre den jungen Menschen zusetzen - in Form von Stress, Erschöpfung und wachsender Perspektivlosigkeit", betont Studienleiter Simon Schnetzer bei der Vorstellung der Ergebnisse.
Trotz der schwierigen Lage bleibt die Leistungsbereitschaft der jungen Generation hoch. Die große Mehrheit ist bereit, zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig wachsen jedoch Zweifel, ob sich Leistung in Deutschland noch lohnt.
Gerade in der Arbeitswelt zeigen sich bemerkenswerte Verschiebungen: Aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten und des voranschreitenden Einflusses von KI bewerten junge Menschen ihre beruflichen Chancen deutlich schlechter als im Vorjahr. Dies führt auch dazu, dass die berufliche Ausbildung gegenüber einem Studium deutlich an Attraktivität gewinnt. Viele junge Menschen setzen stärker auf praxisnahe Qualifikationen und sichere Berufsperspektiven, weil die Sorge vor Arbeitslosigkeit zunimmt.













