
Spezielle Bagger sollen festsitzenden Wal in der Ostsee retten
n-tv
Bisher sind alle Versuche gescheitert, den Buckelwal vor Timmendorfer Strand zu befreien. Jetzt sollen Bagger eine breite und tiefe Rinne graben, um dem rund 15 Tonnen schweren Tier das Leben zu retten. Ein Problem sind Wind und Strömung. Und die Zeit drängt.
Bisher sind alle Versuche gescheitert, den Buckelwal vor Timmendorfer Strand zu befreien. Jetzt sollen Bagger eine breite und tiefe Rinne graben, um dem rund 15 Tonnen schweren Tier das Leben zu retten. Ein Problem sind Wind und Strömung. Und die Zeit drängt.
Es könnte der letzte Versuch sein, den vor Timmendorfer Strand auf Grund liegenden Buckelwal zu befreien: Nachdem am Mittwochabend ein großer Schaufelbagger eingetroffen war, soll dieser zusammen mit einem zweiten Bagger, der noch am Abend ankommen sollte, ins Wasser gelassen werden. Die Rettung des Wals beginne dann voraussichtlich gegen 8.00 Uhr.
Mit den Baggern soll eine 50 Meter lange, sechs Meter breite und 1,20 Meter tiefe Rinne vor dem Kopf des Wals gegraben werden, sagte Baggerfahrer Tim Löhndorf von der Firma Ökologischer Gewässerdienst Wandhoff am Mittwoch. So müsse sich das Tier nicht drehen, um wegkommen zu können, erklärte Carsten Mannheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd.
Besonders herausfordernd seien bei der Rettungsaktion Wind und Strömung, sagte Löhndorf. Bei dem Fahrzeug, das heute geliefert wurde, handle es sich um einen schwimmfähigen Schaufelbagger. Er könne wie ein Amphibienfahrzeug auf dem Land und im Wasser eingesetzt werden. Zusätzlich werden Pontons zur Stabilisierung eingesetzt.
Anders als in den Tagen zuvor war am Mittwoch kein regelmäßiges Brummen des Wals mehr zu hören - allein schon wegen des stürmischen Wetters. Experten hatten auch von Hautveränderungen im Zuge der Strandung gesprochen. Nach Einschätzung von Experten des Deutschen Meeresmuseums sind die Überlebenschancen gering: "Der Gesundheitszustand des Wals ist besorgniserregend, sowohl seine Haut als auch den Allgemeinzustand betreffend", hieß es am Dienstag schon.













