
Sparkasse verlangt nach Einbruch Zinsen für Überbrückungs-Kredit
RTL
Nach dem spektakulären Einbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse fühlt sich eine Kundin doppelt getroffen: Für einen Überbrückungskredit soll sie mehr als sieben Prozent Zinsen zahlen.
Jetzt muss sie auch noch dafür zahlen! Nach dem spektakulären Einbruch in die Gelsenkirchener Sparkasse fühlt sich eine Kundin doppelt getroffen: In ihrem Schließfach lag Gold, das sie für eine Reise verkaufen wollte. Nun muss sie dafür einen Überbrückungskredit nehmen und soll mehr als sieben Prozent Zinsen zahlen. Nach dem spektakulären Millionen-Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen verlangt die Bank von einer geschädigten Kundin nach Angaben der Frau mehr als sieben Prozent Zinsen für einen Überbrückungskredit. „Ich hätte erwartet, wenn die Sparkasse von Unterstützung redet, dass man dieses Darlehen zinsfrei bekommt“, sagte die 57-jährige Astrid Kaiser einem dpa-Reporter. „Ich kann's ja auch zurückzahlen, wenn die Versicherung der Sparkasse das mir zustehende Geld überweist“, sagte sie. Sie sehe sich jetzt „noch mehr als Opfer der Sparkasse“, sagte die Kundin, denn die Sparkasse verdiene jetzt auch noch an ihr Geld. Der Kredit sei nötig, weil sie mit Teilen des aus ihrem Schließfach gestohlenen Goldes eine bereits gebuchte Kreuzfahrt bezahlen wollte. Die Schließfächer sind mit maximal 10.300 Euro versichert. Die Sparkasse erklärte auf Anfrage schriftlich, dass ihre Beraterinnen und Berater „stets ein offenes Ohr“ für die Probleme der Kundschaft hätten. „Uns ist kein Fall bekannt, dass betroffene Kundinnen und Kunden aufgrund des Diebstahls in akute finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.“ Zu Verträgen einzelner Kunden könne die Sparkasse aufgrund des Bankgeheimnisses und des Datenschutzes keine Angaben machen. Zuvor berichtete der WDR. Kredit nach Millionencoup?













