
Sonnenblumenanbau in Sachsen-Anhalt mehr als verdreifacht
n-tv
Sonnenblumen statt Sonderkulturen: Wie Klimawandel und Ukraine-Krieg die Felder in Sachsen-Anhalt verändert haben - und welche Risiken für Bauern bleiben.
Magdeburg (dpa/sa) - Der Anbau von Sonnenblumen in Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verdreifacht. Für das Jahr 2025 meldet das Statistische Landesamt eine Anbaufläche von 16.900 Hektar. Im Jahr 2020 waren es noch 4.700 Hektar. Einen Höchststand der Anbaufläche gab es im Jahr 2022 mit 22.700 Hektar.
Sonnenblumen kommen nach Angaben des Landesbauernverbands mit trockenen und heißen Sommern besser zurecht als viele andere Kulturen. "In niederschlagsarmen Regionen wie Sachsen-Anhalt bieten sie den Landwirten daher eine klimafitte Alternative", sagt Verbandssprecher Erik Hecht. Ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine sei zudem die Nachfrage nach Sonnenblumenkernen im Jahr 2022 zusätzlich stark angestiegen.
Trotz der Flächenausweitung bleibe die Vermarktung von Sonnenblumenkernen anspruchsvoll, so der Bauernverband. "Wie bei Weizen oder Raps schwanken die Erzeugerpreise stark, da sie vom internationalen Markt und den globalen Handelsströmen geprägt sind", betont Hecht.
