
Schutz von Prostituierten: Behörden decken Verstöße auf
n-tv
Die Behörden haben in den vergangenen Jahren Bordelle und Wohnungen durchsucht – und sind dabei immer wieder auf Dinge gestoßen, die den Schutz von Prostituierten unterlaufen.
Die Behörden haben in den vergangenen Jahren Bordelle und Wohnungen durchsucht – und sind dabei immer wieder auf Dinge gestoßen, die den Schutz von Prostituierten unterlaufen.
Erfurt (dpa/th) - Bei Kontrollen von zur Prostitution genutzten Immobilien haben die Polizei und anderen Behörden in den vergangenen Jahren etliche Verstöße in Thüringen festgestellt. Die Beamten hätten etwa Prostituierte ohne die vorgeschriebene Anmeldebescheinigung angetroffen, geht aus der Antwort des Thüringer Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Marion Rosin hervor.
In mehreren Fällen seien die vorgeschriebenen Notrufeinrichtungen defekt gewesen. Außerdem hätten in einigen anderen Fällen Hinweisschilder auf die geltende Kondompflicht gefehlt. Über die Notrufsysteme sollen Prostituierte schnell Hilfe alarmieren können, wenn etwa ein Freier gewalttätig wird.
Für die Kontrollen sind nach Ministeriumsangaben die jeweiligen Landratsämter beziehungsweise die Verwaltungen der kreisfreien Städte zuständig. Regelmäßig wird demnach die Polizei zu solchen Kontrollen hinzugezogen.
Insgesamt wurden zwischen 2022 und 2025 nach Angaben des Ministeriums 164 Kontrollen in Thüringen durchgeführt, die im Zusammenhang mit Prostitution standen. Dabei prüfen die staatlichen Stellen auch regelmäßig, ob die Frauen und wenige Männer, die Sex gegen Geld anbieten, in die Prostitution gezwungen wurden und ob sie illegal nach Deutschland gebracht worden sind.













