
Rund 4000 Menschen demonstrieren gegen Rechtsextremismus
n-tv
Nach Bekanntwerden eines Treffens radikaler Rechter gehen Zehntausende Menschen bundesweit auf die Straße. Auch in Kiel wurde am Freitag wieder lautstart demonstriert.
Kiel (dpa/lno) - Rund 4000 Menschen sind am Freitagabend in Kiel gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Das teilte die Polizei mit. Die Demonstration unter dem Motto "Rassistische Deportationsstrategen zur Rechenschaft ziehen" verlief friedlich, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Anlass waren Berichte über ein Treffen rechter Aktivisten mit AfD-Vertretern.
Antifaschistische Gruppen hatten zu dem Protest in Kiel aufgerufen. Der Protestzug zog vom Bootshafen zur Ringstraße. Dort fand die Abschlusskundgebung statt. Angemeldet waren 300 Menschen. Schon am vergangenen Sonntag hatten Tausende in Kiel gegen Rechtsextremismus und die AfD protestiert.
Am 10. Januar hatte das Medienhaus Correctiv Rechercheergebnisse zu einem Treffen radikal rechter Kreise veröffentlicht. An dem Treffen in einer Potsdamer Villa hatten im November unter anderem einzelne AfD-Funktionäre sowie einzelne Mitglieder der CDU und der erzkonservativen Werteunion teilgenommen. Seit dem Bekanntwerden des Treffens hat es bundesweit zahlreiche Demonstrationen gegen rechts gegeben.

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












