
Ringen um Mittelverteilung bei D-Ticket - Sonderkonferenz
n-tv
Wer profitiert wirklich vom Deutschlandticket? Während die Bahn kassiert, kommt bei regionalen Busunternehmen eher wenig an. Mecklenburg-Vorpommern dringt auf gerechte Verteilung - auch rückwirkend.
Schwerin (dpa/mv) - Die Landesregierung unterstützt die Forderung der Landkreise nach einer angemessenen und fairen Beteiligung an den Einnahmen aus dem Deutschlandticket und Planungssicherheit für die regionalen Verkehrsunternehmen. "Mecklenburg-Vorpommern wird sich bei der Sonderverkehrsministerkonferenz in München erneut mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Finanzierung des Deutschlandtickets zukunftsfest aufgestellt wird", erklärte Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Jesse.
Sie nimmt in Vertretung von Wirtschafts- und Verkehrsminister Wolfgang Blank (parteilos) an dem Treffen teil, bei dem die Länder dem Vernehmen nach einen neuen Vorschlag zur Finanzierung des Deutschlandtickets vorlegen wollen. "Es darf nicht sein, dass alle paar Monate neu über Kosten und Preise gestritten wird. Diese ständige Verunsicherung schadet dem Deutschlandticket und dem gesamten ÖPNV", sagte Jesse. Angesichts steigender Kosten müsse der Bund auch die sogenannten Regionalisierungsmittel als zentraler Finanzierungsgrundlage für den ÖPNV in den Ländern deutlich erhöhen.
Die Wirtschaftsstaatssekretärin erneuerte die Forderung Mecklenburg-Vorpommerns, die sogenannte Stufe zwei der Einnahmeaufteilung aus den Erlösen des Deutschlandtickets "unverzüglich und rückwirkend" wirken zu lassen. Demnach sollen die Einnahmen anhand der Postleitzahlen der Kundinnen und Kunden fair auf die regionalen Verkehrsunternehmen verteilt werden. Bislang blieb das Geld bei dem Unternehmen, das die Tickets verkaufte. Das ist zum großen Teil die Deutsche Bahn - örtliche Verkehrsbetriebe profitieren weit weniger, obwohl auch sie zusätzliche Fahrgäste haben, zugleich aber weniger eigene Tickets verkaufen.
